Drei Häuser in Markgrafenheide sollen Platz für insgesamt 38 Eigentumswohnungen und Gewerbe bieten

Aline Farbacher Markgrafenheide Die Bauarbeiten auf dem Nordfeld der Wohnresidenz Markgrafenheide
stehen still. Dort sollten laut Planungen des Investors Mathias Herrmann von der H & T Wohnimmobilien
GmbH im März eigentlich die Bagger rollen und drei Häuser und Gewerbe entstehen.
Anfang des Jahres waren bereits die Eigentumswohnungen auf dem Südfeld fertig geworden. Da die Gremien
der Hansestadt aufgrund der Corona-Krise derzeit nur in beschränkter Form tagen, muss Herrmann
voraussichtlich bis Sommer auf die Baugenehmigung warten. Währenddessen steigt die Nachfrage für seine
Wohnungen.

„Der Plan war, im März, spätestens Anfang April, mit den Bauarbeiten auf dem Nordfeld zu beginnen. Dann
kam Corona dazwischen“, sagte Hermann. Eine Entscheidung sollte dann am Dienstag in der Sitzung des
Hauptausschusses der Bürgerschaft getroffen werden. Kurzfristig wurden jedoch alle Bauvorhaben, so auch
die Wohnresidenz Markgrafenheide, von der Tagesordnung genommen (NNN berichteten). „Die
Entscheidung zum Einvernehmen wird jetzt durch den Bauausschuss am 2. Juni getroffen. Unmittelbar
danach wird die Baugenehmigung erteilt“, sagte Rathaussprecherin Kerstin Kanaa am Mittwoch. Dennoch ist
Hermann noch unsicher. „Das Problem für mich als Unternehmer ist, dass ich keine Planungssicherheit habe.“
Trotzdem stellt er den Bau nicht infrage. Denn das Interesse für die insgesamt 38 Eigentumswohnungen, die
in den drei geplanten Häusern auf dem Nordfeld entstehen sollen, ist hoch.

Die 65 bis 120 Quadratmeter großen Zwei- bis Dreiraumwohnungen sind mit Aufzügen und schwellenlosen
Zugängen altersgerecht geplant. Auf dem Nordfeld sollen neben neuen Wohnungen auch 350 Quadratmeter
Gewerbeflächen entstehen. „Diese Gewerbe sollen den Bedarf der Bevölkerung decken und die Attraktivität
von Markgrafenheide steigern.“ Einziehen werde deshalb nur ganzjähriges Gewerbe, so Hermann.
Das begrüßt auch der Vorsitzende des zuständigen Ortsbeirates Markgrafenheide, Henry Klützke (Linke). „Wir
freuen uns über jedes Gewerbe, das für die Anwohner nützlich ist.“ Vorstellbar wären Dienstleister wie
Friseure oder Fußpfleger. Darüber hinaus hatte Hermann ein Stück der zwischen den Baufeldern liegenden
öffentlichen Straße samt Fußweg saniert. Das ist für Markgrafenheide, wo es kaum Fußwege gibt, ein großer
Gewinn, so Klützke. „Der Ortsbeirat würde gerne ein positives Votum abgeben, kann es derzeit jedoch nicht.“
Insgesamt 18 Millionen Euro investiert Hermann in beide Baufelder. Nach jetzigen Planungen sollen die
Bauarbeiten 2022 abgeschlossen sein.